Die EU Staaten allen voran die Bundesrepublik Deutschland haben aus der „kleinen“ Finanz- Krise  2007 gelernt. Sie haben die staatliche Haftungsgrenze für Vermögen der Anleger und Bürger auf 100.000€ pro Kopf beschränkt! Dies bedeutet für den Firmenbesitzer der eine Million besitzt oder den einfachen Millionär, der sein hart erarbeitetes Geld bei seiner Sparkasse glaubt „sicher verwahrt“ zu haben, wenn er schon keinen Zins dafür bekommt, dass er im Falle einer erneuten Krise eben kein Millionär mehr ist und 900.000€ „legal“ vernichtet bekommt.

Die Frage die sich doch hier jeder „Normaldenkende“ stellen muss ist doch, dass die Bank dem Anleger eine „sichere“ Geldanlage verkauft hat, weshalb der Anleger sich doch dafür entschieden hatte, lieber sein Geld mit wenig Zinsen oder Renditen, dafür jedoch sicher anzulegen und nicht in Risikoanlagen. Wieso ist dieses „sicher auf den Sparbuch“ liegende Geld plötzlich nur noch bis 100.000€ abgesichert?!

Die Bank hat mit dem Kunden einen Vertrag geschlossen. Da da die Bank jedoch selbst hochspekulative Finanzgeschäfte und Finanztransaktionen, auch und gerade mit dem sicheren Geld der Anleger und Sparer betreibt, weil gerade hier kommt die Bank sehr günstig an überlassenen Finanzmittel, dementsprechend sind auch die Margen viel höher, insbesondere bei den hochspekulativen Finanztransaktionen. Der Kunde erfährt hiervon jedoch nichts. Er weiß auch nicht was die Bank mit seinem Geld macht oder wo diese das Guthaben des Sparkontos investiert. Mal ehrlich, haben Sie schon einmal Ihre Bank gefragt, wo das Geld auf Ihrem Bankkonto tatsächlich, physisch, ist?! Auf diese Idee einmal nachzufragen kommt sicherlich niemand. Selbst wenn man am Schalter beim „Bankberater“ nachfragen möchte, wenn man denn überhaupt einen Berater dort noch antrifft, wird dieser Ihnen sagen: „Ihr Geld ist bei uns im Hause“. Dann müsste man im Gegenzug zurecht die Frage stellen: „Wenn doch das Geld auf meinem Sparkonto bei Ihnen im Hause ist, wie Sie sagen, warum ist es dann nur bis 100.000€ abgesichert, es kann ja in Ihrem Hause, wenn es denn tatsächlich hier ist, wie Sie sagen, nicht verloren gehen und müsste somit immer da sein!“

Aber welche Absicht steckt tatsächlich hinter dieser Haftungsbegrenzung auf 100.000€ ?!

Nun dieses ist ganz einfach zu erklären;

Hierzu müssen wir in die Jahre 1992 bis 2007 zunächst zurückkehren. Bis zum Jahre 1996 hat sich bereits eine Unmenge an sogenannten Giralgeld, Geld dass eben lediglich in Form von elektronischen Zahlen und damit nur rein virtuell existiert, gebildet. Diese virtuelle Bildung eigentlich inexistenter und physisch nicht vorhandenen Geldmittel, explodierte förmlich mit dem Phänomen „Neue Markt“ in Europa. Hier hatte man durch das „Überboard-werfen“ und die „Neuorientierung“ von Neuzulassungen von Start- up Unternehmen an der Börse und damit die unkontrollierte Rekapitalisierung von Neuunternehmen ohne große Reglungen und Hürden zugelassen. Es liegt auf der Hand, dass ein Unternehmen, welches Nominal einen Wert von 10€ pro Aktie startet, nicht binnen 3 Monaten 100.000€ pro Aktie wert sein kann, zumal dieses nicht der Einzelfall, sondern eher mehr die Regel war. Zudem hat man den Kunden gleichzeitig auch nun die Möglichkeit gegeben, selbst die Aktien online, ohne zugelassenen Broker, von zu Hause aus am Computer zu handeln. Allein durch diese Spekulationen wurden durch das Kaufen und Verkaufen im Minuten Takt virtuelles Geld in Unsummen unkontrollierbar durch die Aufsichtsorgane generiert, so dass diese nur noch durch Abschalten, sprich Vernichtung dieser virtuellen Gelder in Form eines, für die Aufsicht, „kontrollierten“Absturzes einzudämmen war. Der Grund hierfür war, dass die Anzahl der vorhandenen Barmittel, welche äquivalent zu den Börsenkursen eben nicht zugenommen haben, im Gegenteil; Es wurde mehr Bargeld benötigt, da die privaten Makler auch Teile Ihres „Gewinns“ an der Börse auch ausgeben und physisch in den Wirtschaftskreis bringen wollten. Diese, jetzt plötzlich benötigten, riesigen Mengen an Barmittel konnten jedoch nicht so einfach Nachgedruckt werden, ohne dass dies Auswirkungen auf die Inflation gehabt hätte, denn der Motor einer Nation ist nun mal die Waren und Dienstleistungen die tatsächlich hergestellt und verkauft, bzw. erbracht werden und nicht das Geld als Geld an sich. Somit hätte es plötzlich eine enorme Inflationsrate wie in den 30er Jahren gegeben. Damit dies nicht passiert hatte man die Bremse gezogen und den neuen Markt „künstlich“ wieder geschlossen. Es würde zu weit führen die Einzelheiten hierzu genau aufzuführen. Ein ähnliches Problem gab es dann später in den USA. Hier waren jedoch nicht die privaten Anleger und privaten Börsenhändler das Problem, sondern zunächst lediglich die Immobiliengesellschaften, welche dann später gemeinschaftlich mit den Banken durch das Handeln von Immobilienpaketen diesen Immobilienpaketen einen um ein bis zum zehntausendfachen über den tatsächlichen Wert dieser, durch das gegenseitige Handeln und Zuschieben untereinander, wodurch diese durch das Angebot und Nachfrage ihren Wertzuwachs fiktiv erhielten, um es einfach auszudrücken, tatsächlich war dies viel viel komplizierter und komplexer. Bei diesem Geschäft wollten alle dabei sein, Auch die Europäischen Banken, die das Geld ihrer Kunden in Form von Spareinlagen auf Sparkonten und somit günstig zur Verfügung hatten, erfolgreich mitmischen. Wie Ihnen aus der Vergangenheit bekannt ist, war dieses ein voller Erfolg. Nach dem platzen der „Immobilien-Blase“ in den USA standen die Banken bereits mit beiden Füßen in der Insolvenz. Und dies betraf alle Banken ohne Ausnahme! Was dies im Einzelnen bedeutet hätte muss hier nicht weiter ausgeführt werden. Also hatte man sich gemeinsam mit der Politik darauf geeinigt, die „Faulen Papiere“ aus der Bilanz zu nehmen und in eine „Bad Bank“ welche einzig zu diesem Zweck gegründet wurde, diese Faulen oder besser wertlose Papiere zu „Lagern“. Sie fragen sich, warum man diese Papiere nicht einfach vernichtet! Wenn man das tun würde, könnten die Banken keine Verluste über die Jahre steuerlich abschreiben, so sparen die Banken Steuern! Und der Witz an der Sache ist, dass die Regierung und die Finanzämter diese „Wertpapiere“ auch noch als „Eigenkapital“ und damit als „Sicherheit“ akzeptieren und den betroffenen Banken Finanzmittel aus dem Staatstopf zu lasten des Steuerzahlers zuschieben! Eigentlich ganz einfach!. Die Banken haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und von der Politik, mit Hinweis auf die bereits erfolgte „Verzocken“ der Spareinlagen von Anlegern und Sparer darauf hingewiesen, dass eine Haftungsbeschränkung für Einlagen weiterhin erforderlich sei, damit künftige Krisen nicht existenzbedrohend für die Finanzkonsortien seien, und es auch für die Regierung „sicherer“ und damit auch im Interesse der Regierung sei, wenn eine solche Haftungsbeschränkung existiere, damit auch diese nicht im Bedarfsfall in Zukunft einspringen müsse. Da der Regierung der Staat nun einmal wichtiger ist als der Bürger, ist klar wer im „Bedarfsfall“ zukünftig auf der Strecke bleibt, die Rechnungen bezahlen und die Verantwortung und vor allem das Risiko für die Anlagestrategie der Banken zu zahlen hat, obwohl dieser keinerlei Beteiligung an etwaigen Gewinnen hat, der Bürger!

Wie bei vielen Dingen im Leben, so schließen sich zwar durch die Änderungen Türen. Allerdings öffnen sich auf der anderen Seite auch gerade durch das Schließen dieser Türen, viele weiter Türen, denn diese Schließung erfolgt immer durch das Eingehen von vertraglichen Kompromissen, und dies wird oft vergessen.. Wir haben für unsere Kunden Lösungen, wie sie die Haftungsbeschränkung von 100.000€ umgehen können und Ihr Geld zu 97% (durchschnittlich, Inflationsrate und ggf. Wechselkursbedingt)absichern können.

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